Swinging Hamburg - Die Webseite aus der Jazzhauptstadt Hamburg

Ein persönliches Wort des 1. Vorsitzenden von Swinging Hamburg

Gerhard Klußmeier


Nach einem Jahr als Vorstand, möchte an dieser Stelle hinsichtlich einiger Irritationen noch einmal meine "Politik" darlegen: Das Ansehen des Jazz in unserer Stadt lässt sich meines Erachtens nur durch eine Gesellschaft mit direkt erkennbarem Qualitätsanspruch erreichen - und ein solches Ansehen ist mit Aktionen zu erzielen, mit denen wir die Öffentlichkeit auf bemerkenswerte Ereignisse verschiedener Art im Bereich unserer Musik aufmerksam machen - und zwar ohne die Einschränkung auf nur die lokale Hamburger Szene.

Das ist in sehr erfolgreicher Weise in diesem Jahr bereits geschehen: u.a. durch die Jazz-Award-Auszeichnung der bundesweit ausgestrahlten TV-Reihe "Swing It" vom Bayerischen Rundfunks und des nordwest radio in Bremen. Über sämtliche Auszeichnungen wurde im Fernsehen, im Rundfunk und in der Presse (auch im "Jazz Podium" und in der "Jazz Zeitung") ausführlich und mit Hervorhebung unserer "Expertenmeinung" berichtet.

Inzwischen werden unsere Aktionen auch von der Deutschen Presse Agentur (dpa) verbreitet. Dabei hat "Swinging Hamburg" eine ungeahnte Reputation erreicht, wenn es z.B. in der Nachrichtensendungen hieß: "Zuvor ging die begehrte Auszeichnung an das Bayerische Fernsehen." (Original-Rundfunk-Nachricht).

So ist auch mein Vorschlag zu verstehen, im Jahr 2004 dem 36-jährigen Fürther Pianisten und Bigbandleiter Thilo Wolf (man lese über ihn im "Swinging Hamburg Journal" oder "Jazz Podium" nach) bei einer Fernseh-Gala von Ladi Geisler den "Louis Armstrong-Gedächtnispreis" überreichen zu lassen: Die öffentliche und wahrlich angebrachte Auszeichnung einer für "unsere Musik" in Deutschland wichtigen jungen Musikerpersönlichkeit, die wie Joja Wendt vor allem auch junge Menschen zu begeistern versteht (!), wird somit auch für den Jazz in Hamburg seine positive Wirkung haben und weitere Preisvergaben z.B. an Hamburger Musiker in ungeahnter Weise aufwerten. Wenn lediglich "runde Geburtstage" der direkte Anlass für die Preisvergabe bleiben, wird der Effekt, nämlich die Hervorhebung anerkennenswerter Leistungen, die ja bisher niemand und keine Institution in Deutschland überhaupt zur Kenntnis genommen hat, zu einem bloßen lokalen Ritual verkommen, vom dem kaum jemand Notiz nehmen wird. Ich bitte die Mitglieder dringend, uns ihre - vielleicht gegenteilige - Stellungnahme und Meinung zukommen zu lassen.

Zur Mitgliederversammlung stellte ich auch das Projekt einer umfassenden Dokumentation über den Hamburger Jazz von 1946 bis quasi heute vor. Die Firma TIM-Company hatte mich persönlich als Autor - also nicht die Gesellschaft "Swinging Hamburg" - engagiert, um diese Anthologie zu erarbeiten. Meine Vorgabe war, dass dafür "Swinging Hamburg" als Herausgeber genannt wird und das vereinbarte Honorar abzüglich meiner Spesen dem Verein zugute kommt.

Nach rund 18 Monaten intensiver Arbeit steht das "Musikalische Porträt der Hansestadt" nun kurz vor der Vollendung: 18 CDs von je fast 80 Minuten Spieldauer, über 90 Hamburger Bands und Solisten in alphabetischer Reihenfolge mit allen LP- und CD-Hüllen sowie den dazugehörigen kompletten Liner-Notes in den Booklets. Die schier unfassbare Fülle des im Laufe der Jahrzehnte aufgenommenen und hervorragenden Materials sowie vor allem die z.T. überragende Qualität in musikalischer und "akustischer" Hinsicht machte eine kritische Auswahl allein schon wegen der Zumutbarkeit für den Käufer und somit ja auch Hörer unbedingt erforderlich. Ich kann Ihnen jedoch versichern, das diese CD-Edition ein wahrlich repräsentatives Porträt sein wird, das objektiv unanfechtbar - vor allem durch Kritik von außen - anhand wohl aller wirklich wichtigen Bands die immensen künstlerischen Leistungen der Hamburger Jazzmusiker aufzeigen wird.

Dass dabei einige wenige Bands nicht berücksichtigt werden konnten, wird die Auswahl explizit aus sich selbst heraus begründen - sie sind aber in der rund 340 Bandnamen umfassenden "Hall of Fame" des Hamburger Jazz aufgeführt.

Gerhard Klußmeier

(zuletzt aktualisiert: 31.12.2002 - 12864 mal aufgerufen)

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